Coline Eyssautier
Vice-President
Direction
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Sechs Monate nach den Parlamentswahlen des vergangenen Frühjahrs in Ungarn, die auf die Neubesetzung der 199 Sitze in der Nationalversammlung und die Bestimmung des neuen Regierungschefs abzielten, blickt PromethEUs aus der Perspektive des Wirtschaftsstudenten Attila K. auf diesen politischen Wendepunkt zurück. Mit dem nötigen Abstand erlaubt dieses Gespräch einen sachlichen Blick auf die Zeit nach den Wahlen und die Niederlage von Viktor Orbán gegen den pro-europäischen Péter Magyar. PromethEUs bietet eine Diskussion über die Triebkräfte dieses Regierungswechsels: die Auswirkungen der Inflation auf das tägliche Leben, den Überdruss an der Korruption und die Entscheidung für eine erneute europäische Verankerung statt einer Annäherung an Moskau. Vor dem Hintergrund, dass Brüssel wegen Rechtsstaatsverstößen knapp 20 Milliarden Euro an EU-Geldern eingefroren hatte und Budapest noch vor Kurzem ein Hilfspaket von 60 bis 70 Milliarden Euro für die Ukraine blockierte, beleuchtet dieser Austausch die Erwartungen der Jugend, die Umgestaltung der Medienlandschaft und die notwendigen institutionellen Sicherungsmechanismen innerhalb der Europäischen Union.

Confronted with the military escalation in the Middle East and Washington's strategic decoupling, the European Union finds itself at a critical turning point. In this interview with PromethEUs, Lieutenant Commander Guillaume Bucherer, desk officer at the Joint Staff of the Armed Forces (Military International Relations Division - EU Bureau), analyzes the internal fault lines among the 27, the realistic risks of the conflict expanding, and the urgent need for Europe to break free from its dependencies to build its own industrial and military sovereignty.

Die Ausarbeitung, Verhandlung und endgültige Verabschiedung des Neuen Pakts zu Migration und Asyl (2020–2024) stellen einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte der europäischen Integration dar. Sie markieren den Übergang von einem normativen Ansatz, der auf Harmonisierung und obligatorischer Solidarität basierte, hin zu einem pragmatischen, sicherheitsorientierten und flexiblen Ansatz, der von der politischen Notwendigkeit diktiert wurde, den Aufstieg populistischer und nationalistischer Kräfte einzudämmen. Dieser Bericht, der auf einer umfassenden Analyse von Gesetzestexten, politischen Erklärungen und institutionellen Dynamiken basiert, zeigt auf, dass die Architektur des Paktes im Kern eine Antwort auf die „roten Linien“ darstellt, die von illiberalen Regierungen (Visegrád-Gruppe) und einflussreichen rechtsextremen Parteien in zentralen Mitgliedstaaten wie Italien, Frankreich und Deutschland gezogen wurden.

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